Unsichtbare RisikenMessen statt fürchten

Radon selbst messen: So findest du heraus, was in deiner Wohnung steckt

Veröffentlicht am 13. September 2026

Foto: William Warby / Unsplash
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Radon kann man weder sehen noch riechen — aber sehr einfach messen. Und weil sich die Werte selbst zwischen Nachbarhäusern stark unterscheiden, hilft nur die eigene Messung weiter.

Zwei Wege zur Messung

1. Passive Dosimeter (der offizielle Weg). Kleine Kunststoffdöschen ohne Strom und Elektronik, die du einfach ins Zimmer stellst. Nach der Messdauer schickst du sie ans Labor und bekommst einen Bericht. In der Schweiz führen vom BAG anerkannte Messstellen solche Messungen durch; die Kosten liegen typischerweise bei 50 bis 100 Franken für zwei Dosimeter. Nur eine solche anerkannte Messung zählt, wenn du das Ergebnis später offiziell verwenden willst — etwa gegenüber Vermieter oder Behörden.

2. Digitale Messgeräte (der schnelle Überblick). Elektronische Geräte zeigen die Radonkonzentration laufend an, oft mit App-Anbindung. Sie sind praktisch, um kurzfristige Schwankungen zu beobachten oder den Erfolg von Massnahmen zu prüfen — ersetzen aber keine anerkannte Langzeitmessung.

Wann und wo messen?

Ergebnis einordnen

Massgeblich ist der Jahresmittelwert im Vergleich zum Referenzwert von 300 Bq/m³ (Schweiz und Deutschland):

Messwert (Jahresmittel) Einordnung
unter 100 Bq/m³ Unauffällig — die WHO nennt 100 Bq/m³ als Zielwert
100–300 Bq/m³ Akzeptabel; einfache Massnahmen wie besseres Lüften lohnen sich trotzdem
über 300 Bq/m³ Referenzwert überschritten — Massnahmen empfohlen, siehe Radonwerte senken

Ein einzelner hoher Tageswert auf einem digitalen Gerät ist übrigens noch kein Alarm: Nach einem ungelüfteten Wochenende oder bei bestimmten Wetterlagen schnellen die Werte kurzfristig hoch und sinken wieder.

Quellen

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